Vitaminlexikon

Vitamin D

Vitamin D – Der Vitalstoff aus der Sonne

Der menschliche Körper benötigt Vitamine für viele lebenswichtige Funktionen. Ein Mangelkann daher schwerwiegende Folgen haben.

Vitamin D ist lebensnotwendig. Trotzdem ist eine Unterversorgung mit Vitamin D einer der häufigsten Mangelzustände überhaupt.

Dabei ist für eine ausreichende Versorgung eigentlich keine spezielle Ernährung nötig, denn der menschliche Körper kann den Vitalstoff selbst herstellen und auch speichern. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Warum die meisten Menschen dennoch zu geringe Vitamin D Level haben und wie sich diese auf die Gesundheit auswirken können, erfahren Interessierte hier.

Was genau ist Vitamin D?

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Die Infografik beinhaltet alle wissenswerten Fakten über das Vitamin D – Klicken zum Vergrößern

Der Begriff „Vitamin“ ist in diesem Zusammenhang eigentlich nicht ganz korrekt. Denn laut Definition sind Vitamine organische Verbindungen, die für den Organismus lebensnotwendig sind, die er jedoch nicht selbst herstellen kann. Vitamin D nimmt hier also eine Sonderstellung ein, denn der Stoff kann vom Körper selbst synthetisiert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Haut ausreichend Sonnenlicht (UVB-Strahlung) bekommt.

Entdeckt wurde der Vitalstoff von Ärzten und Chemikern, als diese auf der Suche nach einem Heilmittel für Rachitis waren. Bereits um das Jahr 1919 konnte nachgewiesen werden, dass sich sowohl künstlich erzeugtes UV-Licht als auch normales Sonnenlicht sowie die Einnahme vonLebertran positiv auf die Heilung von Rachitis auswirken.

Als auslösenden Faktor für diese Wirkung entdeckten die Forscher schließlich das im Lebertran enthaltene Vitamin D.

Wissenswertes über das Vitamin D auf einen Blick

Chemische Bezeichnung Cholecalciferol, Calciferol
Eigenschaften fettlöslich, lichtempfindlich, hitzebeständig, kann vom menschlichen Körper hergestellt werden
Hauptvorkommen Leber, Lebertran, Milchprodukte, Butter, Eigelb, Fisch, Hering, Lachs, Sardinen,Champignons, Steinpilze, Avocado
Wirkungsweise regelt Kalzium- und Phosphathaushalt, fördert Kalziumaufnahme, Zellwachstum und Zellentwicklung, stärkt Knochen, Zähne und Immunsystem
Unterversorgung Muskelschwäche, erhöhte Infektanfälligkeit, Knochenverkrümmung- und erweichung, Rachitis bei Kindern
Überdosierung Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, erhöhter Kalziumspiegel im Blut, (kommt nur bei Überdosierung in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und Präparaten vor)
Erhöhter Bedarf Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Säuglinge, ältere Menschen, bei Einnahme von Antibiotika, Antibabypille und Schlafmitteln
Tagesbedarf ca. 10-20 µg

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Vitamin D – Von der Bildung bis zur Auswirkung

Vitamin D oder Cholecalciferol, wie dieses auch bezeichnet wird, kann wie bereits erwähnt vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden. Hauptsächlich wird es in der Haut gebildet. Dafür benötigt diese allerdings ausreichend Sonneneinstrahlung.

Personen mit hellen Hauttönen müssten dafür mindestens eine halbe Stunde, dunklere Hauttypen sogar etwa zwei Stunden Sommersonne pro Tag tanken. Und das ohne Sonnenschutz und auch nicht hinter Glas.

Im Winter ist die notwendige Sonnenstrahlung zu schwach. Während dieser Zeit muss der Organismus auf die gespeicherten Vitmain D Depots zurückgreifen. In den warmen Jahreszeiten sollte also so viel Zeit wie möglich im Freien verbracht werden, um die notwendigen Reserven zu bilden.

Anders als bei zahlreichen anderen Vitalstoffen spielt die Zufuhr aus der Ernährung kaum eine Rolle, dennCholecalciferol ist nur in wenigen Lebensmitteln enthalten und das meist auch nur in recht geringen Mengen. Aus diesen Gründen besteht bei recht vielen Menschen die Gefahr eines Mangels.

Vitamine aus der Sonne

sonne

Sonne

Vitamine sind von hoher Bedeutung für den Körper. Wir erhalten sie nicht nur aus der Nahrung, sondern auch aus der Sonne. Welche genau, erfahren Sie hier.

Cholecalciferol in Lebensmitteln

Vitamin D kommt zwar in ein paar Lebensmitteln vor, allerdings wirklich nur in recht geringen Mengen. Dadurch müssten unrealistisch große Portionen der jeweiligen Speisen verzehrt werden, um den Bedarf auch nur annähernd allein über das Essen zu decken. Die richtige Ernährung kann daher nur anteilig zu einer ausreichenden Versorgung beitragen.

Vergleichsweise hohe Konzentration des D Vitamins finden sich in:
  • Lebertran
  • Milch
  • Avocado
  • Kulturpilzen wie Champignons
  • Fisch, besonders Lachs
  • Räucheraal
  • Matjeshering
  • Bückling
  • Sprotten
  • Butterfisch

D Vitamin als Zusatz

Da die Nahrung oftmals eben keinen ausreichenden Vitamin D Gehalt aufweist, um den Bedarf allein decken zu können, und auch die Bildung durch Sonnenexposition oft zu gering ist, leiden sehr viele Menschen unter einem Cholecalciferol Mangel.

Ebenso sinnvoll ist es daher in zahlreichen Fällen, die Zufuhr durch Vitamin D haltige Präparate zu steigern. Vor allem im Winter und ebenso bei durchgängig und langfristig wenig Aufenthalten im Freien ist eine Vitamin-D-Zufuhr durch entsprechende Präparate sinnvoll. Denn ein Mangel kann erhebliche Negativfolgen für die Gesundheit haben.

Darum sollten insbesondere Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kleinkinder und auch ältere Menschen darauf achten, genügend Vitamin D zu sich zu nehmen. Denn bei ihnen ist der Tagesbedarf besonders hoch.

Folgen eines Vitamin D Mangels können sein:
  • Rachitis
  • verstärkte Neigung zu Allergien und Asthma
  • Bluthochdruck
  • koronare Kerzkrankehiten
  • Diabetes
  • Autoimmunkrankheiten
  • Osteoporose
  • erhöhtes Krebsrisiko
  • Schlafstörungen
  • entzündliche Erkrankungen
  • Schwäche des Immunsystems
  • schlechte Spermienqualität

Bei Unsicherheit über den eigenen Bedarf und bei langfristiger zusätzlicher Aufnahme sollte ein Arzt konsultiert werden. Denn eine Überversorgung mit Vitamin D ist zwar schwierig, aber durchaus möglich.

Vitamin D Hauptseite
Nicht nur Vitamin D reiche Lebensmittel, sondern auch ein Sonnenbad an der frischen Luft steigert den Vitamin D Haushalt und macht glücklich.

Wissenschaftliche Fakten zur Synthese, Resorption und dem Transport

Wie bereits erwähnt, ist das Vitamin D streng genommen gar kein echtes Vitamin, da der menschliche Körper es auch selbst synthetisieren kann. Dazu ist vor allem Sonnenlicht erforderlich.

Scheint die Sonne nicht, können geringe Mengen auch über die Ernährung zugeführt werden, um einer Mangelerscheinung entgegenzuwirken. In diesem Fall spricht man nicht von Synthese, sondern Resorption

DIE SYNTHESE VON VITAMIN D

Zur Synthese ist vor allem eines unverzichtbar: UV-Licht. Egal, ob in seiner natürlichen Form ausgestrahlt von der Sonne oder künstlich im Solarium – ohne UV-Licht kann der menschliche Körper das Vitamin nicht synthetisieren. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Prozesses ist Cholesterin, das über die Nahrung aufgenommen oder im Körper produziert werden kann.

Die Synthese erfolgt in drei Schritten:
  1. Zunächst erfolgt die Spaltung des B-Rings des Moleküls 7-Dehydrocholsterin durch die Sonneneinstrahlung
  2. Als nächstes wird das daraus entstandene Zwischenprodukt zur Leber transportiert und dort hydroxyliert. Das Ergebnis dieses Prozesses ist das 25-Hydroxycholecaliferol, sprich Vitamin D.
  3. Dieser Stoff wird schließlich zur Niere transportiert und dort filtriert und resorbiert, indem eine weitere Hydroxylierung stattfindet.
DIE RESORPTION VON VITAMIN D

Besonders im Winter ist die ausreichende Zufuhr von Sonnenlicht zur Synthese des Vitamins nur schwer gewährleistet. Wer sich nicht unter die Sonnenbank legen möchte, kann den wichtigen Stoff auch zum Teil über die Nahrung aufnehmen. Die Resorption des Vitamins ist jedoch schwierig, da es nur in wenigen Lebensmitteln in ausreichender Menge vorkommt.

Die Haupt-Quelle des Vitamins ist Leber, da auch Tiere es auf die gleiche Weise wie der Mensch synthetisieren und die Leber eine entsprechend wichtige Rolle spielt.

Weitere Nahrungsmittel mit einem erhöhten Gehalt sind:
  • Fisch
  • Eier
  • Avocado

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Vitamin über Ergänzungsmittel aufzunehmen. Diese Form der Resorption ist jedoch nicht bei allen Experten gern gesehen.

TRANSPORT UND VERTEILUNG IM MENSCHLICHEN KÖRPER

Der Transport und die Verteilung von Vitamin D im menschlichen Körper erfolgt in erster Linie mithilfe eines speziellen Proteins, das das Vitamin binden kann.

Für den Transport und die Verteilung des Vitamins sind vor allem zwei Faktoren nötig:
  • Ein spezielles Protein
  • Der Blutkreislauf

Ist einer dieser beiden Faktoren gestört, werden der Transport und die Verteilung des Vitamins beeinträchtigt. Das in der Haut synthetisierte Vitamin wird zunächst in den Blutkreislauf abgegeben und anschließend zur Leber gebracht. Dieser Schritt erfolgt mithilfe eines speziellen Proteins, das das Vitamin D an sich bindet und somit die Verteilung begünstigt. Nach der weiteren Synthese in der Leber erfolgt ein Transport hin zur Niere.

Nachdem der Stoff hier nochmals filtriert und resorbiert wurde, wird er im gesamten Körper verteilt. Die Prozesse sind also besonders wichtig, um das Vitamin überhaupt erst einmal zu synthetisieren. Hier kann das Vitamin anschließend für längere Zeit gespeichert und immer wieder neu verteilt werden. Die Speicherung findet in erster Linie im Fett und in der Muskulatur statt.

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