Vitaminlexikon

Folsäure

Folsäure ist eines der B Vitamine und auch alsVitamin B9 und Vitamin B11 bekannt. Als solches ist es speziell für das Wachstum und die Entwicklung der Zellen von großer Bedeutung. Daher ist auch weithin bekannt, dass in derSchwangerschaft ein gesteigerter Bedarf an diesem Nährstoff besteht.

Ist die werdende Mutter nicht mit ausreichend Folsäure versorgt, kann die Entwicklung des Ungeborenen gestört werden. In weiterer Folge kann es zu ernsten Schädigungen seines zentralen Nervensystems kommen.

Funktionen des Nährstoffs Folsäure

Für die folgenden Vorgänge im Körper greift der Organismus auf diesen Nährstoff zurück:

  • Wachstum und Vermehrung von Zellen
  • Regelung des Homocysteinstoffwechsels
  • Leukozyten- und Erythrozytenbildung (weiße und rote Blutkörperchen)

Auch ältere Menschen sollten auf ausreichend Folsäure achten. Denn im Alter gilt ein Mangel als Risikofaktor für die chronische Krankheit Artherosklerose. Sie liegt in einem erhöhten Homocystein-Spiegel begründet. Normalerweise wird diese Aminosäure im Zusammenspiel verschiedener B-Vitamine (darunter auch Folsäure) abgebaut. Besteht ein Mangel, ist auch der Homocystein-Spiegel gestört, was zu koronaren Herzerkrankungen führen kann.

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Empfohlene Tagesdosis und gesteigerter Bedarf

Kinder benötigen 200–300 Mikrogramm des Vitamins. Jugendliche und Erwachsene sollten mit rund 400 Mikrogramm pro Tag versorgt werden. Bei Stillenden und Schwangeren steigt der Bedarf auf 600 Mikrogramm pro Tag an.

Somit steigt der Bedarf während der Schwangerschaft um ca. 50 % an. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch schon im Vorhinein mit einer folatreichen Ernährung beginnen oder anderweitig Vitamine zuführen.

Vorkommen in Lebensmitteln

B Vitamine finden sich sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Lebensmitteln. Man geht davon aus, dass tierisches Folat im Körper besser verwertet wird, als pflanzliches. Die folgenden Quellen sollten bei gesteigertem Folsäurebedarf berücksichtigt werden:

  • Schweins- oder Rinderleber
  • Eidotter
  • Weizenkeime, Kleie, Mehl
  • Hülsenfrüchte wie Linsen
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Camembert
  • Walnuss

Bestimmte Inhaltsstoffe verhindern die Aufnahme von Folsäure bei gemischter Kost. Daher wird nur 50 % der ursprünglichen Menge des im Lebensmittel vorhandenen Stoffs vom Körper aufgenommen. Im Gegensatz dazu sollVitamin C die Aufnahme von Folsäure verbessern.

Zur möglichst effektiven Folsäure-Zufuhr sollten vermehrt Gemüse, Vollkornprodukte sowie Hülsenfrüchte und Eier verzehrt werden. Das Vitamin ist hitzeempfindlich und wasserlöslich, daher hilft es, die Lebensmittel schonend zu garen (z.B. dünsten).

Auch durch falsche und zu lange Lagerung kann der Folsäuregehalt in der Nahrung abnehmen. Je frischer die Lebensmittel zubereitet werden, umso besser für die Zufuhr der lebenswichtigen Vitamine.

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